Naturschutz

 

Kleingärten können einen wichtigen Beitrag zum Erhalt der Artenvielfalt unserer heimischen Natur leisten und Lebensraum für viele verschiedene Tiere bieten. Voraussetzung ist der weitgehende Verzicht auf Pestizide und das Vorhandensein der entsprechenden Lebensräume. Hierfür ist weder viel Platz, Zeit oder Geld nötig noch der Verzicht auf einen optisch ansprechenden Garten.

 

Lebensräume

Der normale Kleingarten bringt als Nebeneffekt gleich zwei wertvolle Lebensräume mit sich: Einen oftmals reichen Bestand an nektarspendenden Blütenpflanzen, die Bienen, Hummeln und Schmetterlingen Nahrung liefern und auch die in der freien Natur blütenarme Zeit im Juni und Juli überbrücken können. Sowie den Komposthaufen, der einer Vielzahl von Kleintieren als Lebensraum dient, von Assel und Regenwurm bis hin zu Nashornkäfer, Spitzmaus und Igel.

Rückzugsorte

Mit sehr wenig Aufwand lassen sich Stein- und Altholzhaufen realisieren, die Eidechsen, Blindschleichen, Molchen und Kröten als Rückzugsort dienen können.

Einen Gartentümpel anzulegen und naturgerecht zu erhalten bedeutet etwas mehr Aufwand – sowohl zeitlich als auch finanziell. Als Lohn für diese Mühen erhält der Kleingarten einen attraktiven Blickfang, der vielen seltenen Tieren als Lebensraum dient. Der Gartentümpel muß dazu nicht besonders groß sein, was sich mit der kleingärtnerischen Nutzung auch schwer verbinden ließe. Die hier gezeigte Tümpel besitzt eine Fläche von etwa 4m² und wird von Erdkröten, Grasfröschen, Berg- und Teichmolchen als Laichquartier genutzt. Der positive Nebeneffekt für den Gärtner: Insbesondere Kröten und Frösche vertilgen Unmengen von Nacktschnecken und Insekten – auch in den umliegenden Gärten.

Insektenhotels

Auch ein Insektenhotel läßt sich leicht aus vorhandenem Restholz herstellen. Das hier im Bild gezeigte Insetkenhotel befindet sich im Garten des Vereinsvorsitzenden und dient speziell zur Förderung der heimischen Wildbienen, die in den mit Bohrungen versehenen Hartholzstücken ihre Brut aufziehen. Wildbienen können einen wichtigen Beitrag zur Bestäubung unserer Nutzpflanzen leisten und die durch Varoa und andere Krankheiten seltener werdende Honigbiene teilweise ersetzen.